Strassenfest, Steillagen und Spätlesen EinfachWein Podcast: Strassenfest, Steillagen und Spätlesen

Maring

Es ist Samstag. Das erste Wochenende im August. Zeit für das traditionelle Weinfest in Maring. Die Hitze steht über den Weinbergen und dem Fluss. Einem der schönsten Flüsse Deutschlands, auch wenn sein großer Bruder, der Rhein, wohl noch berühmter ist.

IMG_2349Die Rede ist von der Mosel. Und Maring befindet sich im Herzen dieses Weingebietes.

Wir sind an der Mittelmosel. Nicht jeder weiß, daß es nicht nur die Steilhänge an der Moselstraße B 53 gibt, sondern dass sich in westlicher Richtung dahinter ein zweites Tal auftut: das Liesertal.

Vor sechshundert Tausend Jahren floss dort Wasser, wo nun ein Sägewerk die malerische Reihung von Weinbergen unterbricht. Man befindet sich sozusagen hinter den berühmten Lagen Wehlener Sonnenuhr und Brauneberger Juffer.

Hier hat auch Reinhard Arens seine Lagen. Vor allem am Südhang Maringer Honigberg.

 

Sonnenverwöhnt wachsen in steilster Lage und auf guten Böden seine besten Rieslinge heran. In der Senke wird Rotwein angebaut. Hier stehen Dornfelder, Merlot und auch ein Teil des Spätburgunders.

IMG_2315Neuland für mich. Eine Steillage zu betreten erscheint mir schwieriger als einen Berg zu besteigen. In letzterem habe ich Übung, in diesem hier nicht. Er lacht, der Winzer. Die Großstadtpflanze traut sich nicht.
Lach mich nur aus, sag ich, dafür versteh ich deinen Wein. Das stimmt, meint er.
Den Wein kannte ich schon lange, bevor ich die Schönheit dieses Ortes hier erleben durfte.
Wir haben in Berlin manch schöne Probe damit ausgerichtet.
Nun aber wohne ich ja in der Kurpfalz und bin den Weingebieten nah gerückt, also will ich sehen, was hinter den Edeltropfen in der Flasche steckt. Wo das heran reift, was ich seit Jahren schätze. Denn dass Herr Arens ausdrucksvollen Riesling kann, das ist eine Meinung, die ich mit vielen teile. Groß ist sein Kundenstamm und reicht von Belgien über Rostock und München bis Berlin.

Warum die Welt-Weinführer ihn noch nicht entdeckt haben, ist mir ein Rätsel, aber er sagt, es sei viel besser so. Nicht ständig Wettbewerbe, die Weine anstellen in den großen Verkostungen, dann rauf und runter geschrieben werden, das ist nicht so sein Ding.

Er hat lieber den direkten Draht zu seinen Kunden. Und viele sind an diesem Wochenende von weither angereist. Das Maringer Wein- und Straßenfest hat Tradition.

 

Der Winzer

Schwer lässt sich die Aura dieses Winzers in Worte fassen. Man muss ihn erleben.

Am besten auf einer Probe. Wie er mit wenigen Worten seinen Wein präzise darstellt ohne sich selbst zu loben. Er macht ihn eben. So wie er ihn machen will. Und das ist sehr authentisch.

Reinhard Arens zieht die Menschen in seinen Bann. Immer gelassen mit strahlenden Augen, gegerbt von der Natur. Sein Lachen ist unüberhörbar und ansteckend.

Seine Bildung ist enorm. Und seine oft unkonventionelle Meinung zu den Trends und Auseinandersetzungen im Weinbau sehr klar. Verblüffend jedoch ist, wenn er über die Anstrengungen seiner Arbeit, die Gefahren, Schwierigkeiten und Unfälle in den Moselweinbergen erzählt. Wie man sich jedes Jahr aufs Neue überwinden muss, bevor man mit der Raupe in den Steilhang fährt. Grad so, als spräche er übers Wetter.

 

Er vermarkIMG_2314tet sich selbst, ist von November bis März durchgängig unterwegs. 10 Messen und 20 private Proben hält er an vielen Wochenenden ab in dieser Zeit. Und anschließend fährt er wieder durch die Republik und liefert seinen Wein. Helfer gibt es dabei selten.
Einzig in Belgien hat er einen Vertrieb. Der Inhaber ist längst zum Freund geworden. Arens wischt in seiner lockeren familiären Art schnell alle störenden Grenzen fort.

Dazwischen ist die Arbeit in Weinberg und Keller. Da hat er nach einem Unfall vor einigen Jahren, der zu einer langwierigen Schulterverletzung geführt hat, begonnen, umzudenken.
Er hat sich einen Auszubildenden eingestellt.
Geselle Philipp hat gerade seine Prüfung erfolgreich absolviert.
Das Straßenfest werden die ersten Arbeitstage der neuen Auszubildenden Inga.

Und weil er dann noch nicht genug hat, ist er Vorsitzender des Karnevalsvereins, Mitglied im Gesangsverein und arbeitet auf der Prüfstelle.
Es scheint, als könne ihm die ganze viele Arbeit nichts anhaben. Vor zwei Jahren, da hat ihn der langjährige Koch beim Straßenfest verlassen, weil manche Menschen ihr Alter früher spüren. Tja, hat er sich gedacht, dann mach ich das eben auch noch selbst. Und ließ sich nach eigenen Konstruktionen eine Maschine zum Spießbraten Grillen bauen. Nun kümmert er sich zusammen mit seinen beiden erwachsenen Töchtern um den Braten.

 

Den Weinstand versorgt energisch seine Frau mit Helfern aus der Familie. IMG_2372
Neuster Zuwachs hinter dem Stand mit Ausdauer und Akribie:
Tochter Tabea im Alter von neun Jahren.

Die Kinder halten ihn jung, scheint es. Über sein Alter schweigt er sich aus.

Tochter Marah, die Jüngste, scheint die Einzige zu sein, die doch noch Vaters Erbe antreten könnte. Denn sie fährt gerne in die Weinberge und hilft auch schon beim Kistenpacken mit.
Auch wenn das dann noch der Koordination bedarf. Die großen Töchter haben andere Berufe gewählt und Tabea weiß ganz sicher, dass sie Weinkönigin aber keine Winzerin wird.

 

Der Werdegang

 

IMG_2335Wie ihm als einem von sieben Kindern das Weingut zugefallen ist?
Einer musste es ja machen, sagt er. Und lässt weitere Fragen offen.

Aber seinen beachtlichen Werdegang, den will er mir gerne erläutern.
Familie Arens arbeitet im Weinbau nun in der achten Generation.

Früher zersplitterten die Weinberge der Mosel durch Realteilung, ein aus Napoleons Zeiten übernommenes Gesetz. Sein Vater war der Erste in der Familie, der begann, Wein in Flaschen abzufüllen. Der Vater war auch sein erster Lehrherr, da war er 14 Jahre alt. 3 Jahre Lehrzeit, später in Trier und Bernkastel.

Danach ging’s auf die Weinbauschule Bernkastel, um in zwei Jahren staatlich geprüfter Wirtschafter zu werden. Es folgen zwei Jahre in Bad Kreuznach, dann ist er Weinbautechniker. Bundeswehr und immer stand die Arbeit im elterlichen Weingut obenan. Eine Zusatz Ausbildung im Labor hat er noch nachgeschoben. Dort werden die Analysen der Weine für die Prüfstelle gemacht. Aber die praktische Laborarbeit hat ihm nicht zugesagt.

Knapp vier Jahre folgen in Rheinhessen als zweiter Kellermeister bei Flick II & Söhne (heute Weinhaus Flick GmbH). Ende 1984 kommt er zurück und hilft erneut im elterlichen Betrieb. Er macht zwei Nebenjobs, denn die 2,5 ha des Vaters können nicht beide ernähren.

1987 pachtet er seine ersten eigenen Weinberge. 1 ha nennt er sein, schnell mehrt er zwei weitere dazu. Da er inzwischen eine junge Familie hat, arbeitet er halbtags im Raiffeisen Markt.IMG_2301
1995 übergibt Eligius Arens das Weingut an seinen Sohn.

Der hat inzwischen auf dem väterlichen Hof ein zweites Haus gebaut, in dem auch der Keller untergebracht ist. Zwei Keller, um es genau zu sagen. Tief in der Erde schlummern Fässer und Tanks. Ebenerdig sind Lager und eine gemütliche Probierstube, darüber schließt sich die Wohnung der Familie an.

 

Die Weinberge

Heute hat Reinhard Arens teils andere Weinberge als zu Beginn.
Und nun wartet er gespannt auf das Ergebnis der zweiten Flurbereinigung, die an der Mosel stattfinden soll.
Im Winter werden den Winzern die Vorschläge unterbreitet. Die sie dann sicher heftig diskutieren.

IMG_2358Dann und erst dann werden auch die entsetzlich großen Brachen am Honigberger Steilhang wieder bepflanzt. Inzwischen wurden sie von einer großen Kellerei gekauft. Darüber ist Arens froh. Er hatte sich schon mit Kollegen zusammengeschlossen, den Zerfall des Hanges aufzuhalten, doch es wurde bald klar, dass einige kleine Winzer das nicht stemmen können.

Die Landschaft ist hier wie gemalt. Reben wohin das Auge blickt. Ein Kirchlein mittendrin.

IMG_2348Und einen Seerosenteich haben die Winzer auch gepflanzt. Die Sonne flirrt. Gut stehen sie da, seine Reben, bald wird er sich an die erste Lese machen.

5 ha nennt er heute sein Eigen. IMG_2332
78% davon sind mit Riesling bestockt, Kerner 5%, Spätburgunder und Dornfelder mit 4% und Merlot 1%.

Grauburgunder hat er auch gepflanzt. Ob das so durchschlägt an der Mosel?
Dieses Experiment wird sich nun leider erst in der 2017er Ernte enthüllen.

8% gehören dem Regent, der ist das große Sorgenkind, weil er so anfällig für den Hagel ist.
Die Ernte 2014 hat auch mir Glück gebracht, denn gespannt habe ich zwei Jahre auf die bezaubernde Cuvée Marah gewartet, die ausgetrunken war. Cuvée Tabea hingegen hatte Zeit zu reifen und 2012 ist jetzt gerade im besten Trinkfluß.

IMG_2363Wir fahren durch den Wehlener Wald und ich genieße die spektakuläre Aussicht auf die Sonnenuhr! Kurze Fotopause, denn viel Zeit hat er heute nicht für eine Weinbergs Tour. Es müssen noch einige Dinge eingekauft werden fürs Straßenfest.
Nach dem Freitagabend ist die BIMG_2362esorgungsliste immer lang. Und Samstag ist der wichtigste Umsatztag. Parkplatz in Wehlen beim Supermarkt. Und hier, ein Bild für Städter gänzlich ungewohnt, wird auch mit dem Traktor vorgefahren.IMG_2368

Ich freu mich, dass ich all das hier sehen darf.
Und noch mehr auf die frisch gefüllten 2014er, heute Abend dann am Stand.

 

 

Aromen in der Flasche

Aber vorher gibt es noch mehr Fragen. Warum er seinen Wein so macht, wie er ihn macht.
Ich meine damit den Aromen Reichtum, das Herausschillern des Schiefers, die oft sehr starke aber extrem gut eingebundene Säure.
Ganz einfach, sagt er. Spontangärung. Spontangärung war früher die normale Ausbauweise. Durch die Weinbauschulen ist das Wissen über die Reinzuchthefen weiter gegeben worden und die Winzer haben damit experimentiert. Ihn hat das nie interessiert.

Er will das Jahr so in die Flasche bringen, wie es eben war.
Und er will Extrakt. Aromen Vielfalt. Dafür macht er sich sehr viel Arbeit in seinem Weinberg.IMG_2330

Zwei bis drei Mal wird vorgelesen. Er reduziert den Ertrag teilweise auf 40%.
Gleichzeitig lässt er die Trauben so lange hängen, wie es die Witterung erlaubt.
Das ist ein großes Risiko. Und 2014 war es am Ende ein Wettlauf gegen die Zeit.IMG_2325

Welchen Wein er persönlich am liebsten macht? Die feinherben Rieslinge.

Das ist sein Geschmack und sie spiegeln seine Typizität wieder.
Da kann ich ihm sehr Recht geben. Das sind die Weine, die eine dunkle Aromatik haben, langlebig und sehr ausdruckstark sind. Für mich ganz klare Speisenbegleiter, als solistischen Abendbegleiter bevorzuge ich die trockene Schiene.
Aber ich bin ja auch kein Moselkind, denn deren Zungen schmecken anders.

 

Verkostung

Kommen wir endlich dazu, unsere Kehlen zu benetzen. Leichte Kühle steigt abends vom Fluss Lieser zu den Ständen auf, ein Segen nach der Tageshitze.
Schöne Sachen entdecke ich, ist immer wieder spannend die Unterschiede der Jahre zu erleben, wovon ich nun doch einige schon kenne.
Generell hat es 2013 gerade leichter, denn in 2014 ist die Säure oft noch zu unruhig.
Aber oft blitzt das Potential schon recht hervor.
Aber wenn der 2013er ausgetrunken ist, gibt es kaum Alternativen.

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Es sind viele schöne Weine, die ich verkosten konnte, so will ich hier eine prägende Auswahl nennen.
Die Roséweine habe ich an anderer Stelle schon beschrieben, so dürfen sie diesmal leider nicht mitmachen.

 

 

 

2014 Riesling Classic € 6,60

Das ist ein Alleskönner!

Zunächst mineralisch in der Nase, Duft von reifem Pfirsich, überreifen Trauben, etwas Physalis. Am Gaumen tummeln sich noch leichte Bitternoten, ein wenig Firn und eine prägende Säure, die aber keine Spitzen hat, Orangenzesten, Haselnüsse und reifer Pfirsich.

Der Wein hat eine gute starke Säure und doch durch diesen Geruch nach überreifen Trauben etwas Tiefgründiges. Er wird im nächsten Jahr so richtig rund sein, dann werde sich die Bitternoten verwandelt haben und wenn es noch genug davon gibt, großes Potential zur Reife haben – ein Classic wohlgemerkt!

Quiche kann man gut dazu essen und Gemüseauflauf mit viel Brokkoli. Vesperplatte mit kräftiger Wurst und mittelaltem Käse; es ist Wein zu Crêpes mit Gemüsen oder auch einem Geflügel-Ragout; Thymian und Rosmarin verträgt er gut.

 

2014 Riesling Kabinett trocken Maringer Sonnenuhr € 6,80

Das Erstaunliche an diesem Wein sind seine geringen 10% Vol.IMG_1199

In der Nase sehr verhalten nach weißem Pfirsich duftend, dann leichte Bitternoten und Orangenzeste.
Am Gaumen eröffnete ein zarter Schmelz den Reigen, gefolgt von hellen Fruchtaromen wie Birne und Pfirsich, leichte Bitternoten, kräutrig, präsente doch zarte Säure. Im Nachhall mittellang mit weißen Früchten und Würzigkeit.

Oliventapenade und Gewürzbrot wäre eine begleitende Speise; Kohlrabi, Lauch ebenfalls im Crépes.

 

2013 Lesura Riesling Spätlese trocken € 7,40

Dieser Wein ist einer meiner Lieblinge, um das vorweg zu nehmen.

Geruch von reifem Pfirsich, Maracuja, Firn, etwas mineralisch, Schiefer.
Lack, Blütenhonig breiten sich am Gaumen aus, elegante und doch sehr präsente Säure, leicht kräutrig, dann ein kräftiger Petrolton. Der lange Nachhall vereint reife Fruchtaromen mit perfekter Säurestruktur.

Hierzu stelle ich mit Parmesansoufflee mit einer Tomatenhaube vor; Risotto und Scampi; Kalbfleisch, leicht gebraten, mit einem Estragon Püree

 

2014 Riesling Spätlese Steillage feinherb Maringer Sonnenuhr € 8,40

Hier steckt das Detail schon in der Nase:
Zu Beginn leicht stahlig, Muskat, Pfirsich, Schiefer, Firn, reife gelbe Früchte.IMG_1583
Am Gaumen Lack, Mango, Waldhonig, rote Früchte, Aprikose, etwas Nüsse, prägnante Säure.
Der Nachhall ist lang und auskleidend.

So schmeckt Mosel! Die Verbindung von dunklen Noten, Schmelz und Säure ist wunderbar.
Dieser Wein braucht noch ein Jahr zum Reifen, dann wird er sich großartig präsentieren.

Und auch die Möglichkeiten der Speisen zu diesem Wein sind unerschöpflich:
Schweinefilet, asiatisch mit Chili, Soja, Weißkohl, Reis; Scampi gebraten auf Mangold; Pasta mit gebratenem Fisch und Speck; Perlhuhn gefüllt mit Feigen und Risotto.

 

2010 Riesling Auslese „Alte Reben“ € 13,80 / 0,7l

Welch Aussage in diesem Wein steckt. Er hat alle Facetten eines Dessertweines, obwohl in 0,7l abgefüllt.
Er altert freundlich vor sich hin und ist doch noch ganz jung.
Nase von Brioche und Nüssen, reifer Pfirsich, Firn, Petroltöne, Akazienhonig. Sehr dicht am Gaumen.
Man kann ihn fast kauen. Große Länge mit dunklen Tönen. Zu Recht nennt Arens ihn „Schatzkammerwein“

Hier denke ich an Käse und Mango; Käsefondue oder Nusskuchen mit weißem Schokoladeneis.

 

2012 Cuvee Tabea, Spätburgunder 50% Merlot 50% € 9,80

Tabea hat das Älterwerden gut getan. Ausbalanciert ist sie geworden.IMG_1200

Animalisch in der Nase, nasse Blätter, Senfkörner, Süßkirsche, Rosmarin.
Am Gaumen schmeichelnd mit weichen Tanninen, Tabak, Pflaume, Kirsche.
Mündend in einem weichen langen Nachhall.

Dazu ist Gulasch mit Lorbeer recht und Spätzle; oder ein Schweinefilet im Speckmantel mit Kartoffeltalern.

 

2014 Cuvee Marah, Regent 95% Dornfelder 5% € 8,60

Der 14er Marah ist noch sehr grün in seinen Tanninen.
Aber das dunkle weiche Wesen, das diese Cuvee ausstrahlt, ist schon zu spüren.

Cassis, Brombeer, Veilchen, leicht würzig in der Nase. Am Gaumen leichte Bitternoten, dann eine schöne Mischung von roten Früchten. Junge wilde Tannine blitzen auf. Der Nachhall mündet in einem schönen Heidelbeer finish.

Fein begleitet dieser Wein ein Wild mit Holunderbeersoße; ebenso passend ist Lamm mit Kräuterkruste und Selleriepüree

 

Lang wird der Abend und sehr fröhlich. Das liegt nicht nur am Weingenuss.IMG_2375IMG_2382

Am nächsten Morgen gibt es einen herzlichen Abschied von der Familie und ein Versprechen auf das Wiedersehen im nächsten Jahr.

Bepackt mit schönen Weinen auch zum Nachprobieren mache ich mich auf die Reise. Weg von der Mosel durch Mittelrhein, Rheinhessen kurz an der Pfalz vorbei.
Und bin ein wenig traurig, dass hier in meiner Kurpfalz die Mosel kaum beachtet ist.

 

Ich jedenfalls verneige mich vor großem Können in langer Tradition.

 

IMG_2319Hier geht es zu den 10 Fragen des Winzers

 

www.weingutarens.de

 

Hier ist der Beitrag als Podcast zum Nachhören.

Das Zusammenspiel von Speise und Wein ist meine Passion.

8 Kommentare zu “Strassenfest, Steillagen und Spätlesen

  1. Eine Entdeckungsreise an einen weniger bekannten Flecken der Mosel, auf die man sich gern mitnehmen läßt. Zumal die Verfasserin erkennen läßt, dass sie nicht nur ihren Gaumen, sondern auch ihr Herz an die Heimat der Arens-Weine verloren hat.
    Danke für den schönen Beitrag! Früh am Morgen gelesen, den ganzen Tag über fröhlich gestimmt.

  2. hallo juliane,
    endlich ist er da – der strassenfestbeitrag…
    da lässt man schonmal die arbeit liegen und liesst 🙂
    schön geschrieben – deine begeisterung kann ich nachvollziehen , ist ein sehr schönes fleckchen erde dort.
    nur ein paar minuten von der „grossen“ wichtigen stadt bernkastel entfernt und schon sind die menschen
    unaufgeregt und angenehm wie der reinhard.
    und die weine von arens sprechen eh für sich – ich kann die nicht so gut beschreiben wie du aber ich kann
    dir voll und ganz zustimmen !
    ein schön lebendig geschriebener bericht der lust auf den nächsten besuch an der mosel macht ;
    und heute abend gibt´s eine cuvee tabea

    viele grüsse
    harald

  3. Liebe Juliane,
    bin soeben von der Mosel zurück gekehrt und habe viele Winzer besucht und schöne Eindrücke bekommen.
    Es war auch lehrreich, da ich viele Informationen bekam. Ein Unkundiger macht sich eben oft nicht die Gedanken, was so ein Rebstock benötigt, um eine schöne Traube produzieren zu können.
    Deine Beschreibung hat mir doch wieder einmal gezeigt wie viel Herzblut Du für Weine und Essen aufbringst.
    Ich habe auch von den ‚Alten Reben‘ getrunken und von den Steilhängen dieser Lage. Habe die kleinen/großen Unterschiede unter und auf die Zunge bekommen. Die feinen Körper, wie kleine Liebeserklärungen, genossen. Der Riesling ist für mich DER einmalige deutsche Wein. So habe ich ausschließlich auf meiner Tour diesen Wein probiert vielleicht schade für all die anderen Weine aber in der Reduktion liegt der Gewinn.
    Das sagte mir jeder Weinbauer, und meine Lebenserfahrung gibt ihnen recht.
    Liebe Grüße…Peer

    • Danke, Peer, für diese schöne Ergänzung!
      Ja, viele denken nicht daran, welch Mühe es bedeutet, vom Rebstock zur Traube und dann der weite Weg bis ins Glas….
      Ich breche ja schon lange eine Lanze für die Rieslinge der Mosel, denn sie sind einzigartig und das weltweit!

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